Historische Dimensionen

Die Faszination vergangener Epochen

Die Geschichte des MARSTALL AM SEE ist untrennbar mit dem Namen von König Ludwig II von Bayern verbunden. Im Jahr 1866 ließ der König in der Nähe des Schloss Berg, das ihm und der königlichen Familie vor allem als Sommerresidenz diente, das Marstallgebäude errichten. Im Erdgeschoss (dem heutigen Veranstaltungssaal) waren die Stallungen für die Pferde untergebracht, im ersten Obergeschoss wohnten die Bediensteten, im Dachgeschoss wurde Heu und Getreide gelagert.

Über die Nutzung des Marstallgebäudes nach dem Tod von König Ludwig II im Jahr 1886 ist historisch wenig bekannt. Es gibt so gut wie keine erhaltenen Fotografien, Gemälde oder Dokumente. Dies mag daran liegen, dass es ein Nebengebäude war und damit nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit lag, wie das Schloss Berg selbst. Wahrscheinlich stand der Marstall über viele Jahrzehnte leer oder wurde als Lagerraum genutzt. So hinterließ die Zeit ihre Spuren und das Gebäude drohte zu verfallen.

Ende der 1990er-Jahre begann die Gemeinde Berg in Zusammenarbeit mit der Familie Höhne das Marstallgebäude originalgetreu zu restaurieren und gaben ihm so den Glanz vergangener Zeiten zurück. Gleichzeitig wurde das Gebäude von Grund auf saniert und mit moderner technischer Ausstattung versehen. Der Grundstein für die Nutzung als Veranstaltungsräume, Wohn- und Geschäftshaus war gelegt.